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Erarbeitung – Mathematisierung

Leitfrage

Ziel ist es, den Test der Skeptiker unter mathematischen Gesichtpunkten zu analysieren.

Das Experiment als Zufallsexperiment deuten

Zur Überprüfung der Fähigkeiten des Kandidaten H.K. haben die Skeptiker folgendes Experiment vorgesehen:
Der Kandidat H.K. soll 13-mal Wasser mit seinen Stäben suchen, das in einem von 10 Eimern versteckt ist.

Aufgabe 1

(a) Warum handelt es sich aus Sicht der Skeptiker beim vorgeschlagenen Experiment um ein Zufallsexperiment?

(b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit trifft der Kandidat den richtigen Eimer aus Sicht der Skeptiker? Ergänze diese Wahrscheinlichkeit bei der Beschreibung der Hypothese. Diese Hypothese wird auch Nullhypothese genannt.

H0:p=

(c) Begründe, dass es sich beim durchzuführenden Experiment aus Sicht der Skeptiker um eine Bernoulli-Kette handelt. Ergänze den folgenden zusammenfassenden Satz:

Aus Sicht der Skeptiker handelt es sich bei dem Experiment um eine Bernoulli-Kette mit den Parametern n= und p=.

Zur Kontrolle

(a) Die Skeptiker vermuten, dass der Kandidat nur rät. Die Suche nach dem Wasser ist aus ihrer Sicht dann ein Zufallsexperiment.

(b) Nullhypothese: H0:p=0.1

(c) Zufallsexperiment: Bernoulli-Kette mit n=13 und p=0.1

Trefferwahrscheinlichkeiten bestimmen

Der Kandidat landet einen Treffer, wenn er den Eimer mit Wasser richtig bestimmt. Die Zufallsgröße X beschreibe die Anzahl der Treffer bei der Durchführung des Experiments.

Aufgabe 2

Gehe von der Nullhypothese H0 aus, dass der Kandidat den Eimer mit Wasser nur rät. Mit welcher Wahrscheinlichkeit landert er dann 0 Treffer, 1 Treffer, 2 Treffer usw.? Bestimme diese Wahrscheinlichkeiten mit dem folgenden Applet. Stelle hierzu zunächst die Parameter der Binomialverteilung korrekt ein.

Zum Herunterladen: binomialverteilung5.ggb

Zur Kontrolle
P(X=0)0.2542
P(X=1)0.3672
P(X=2)0.2448
...

Fehlerwahrscheinlichkeiten bestimmen

Der Kandidat hat den Test bestanden, wenn er mindestens 7-mal den Eimer mit Wasser richtig bestimmt hat.

Aufgabe 3

(a) Bestimme mit Hilfe des Applets die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 1. Art, dass der Kandidat den Test besteht und die Nullhypothese daher verworfen wird, obwohl der Kandidat rät (bzw. die Nullhypothese H0 zutrifft).

(b) Es könnte sein, dass der Kandidat tatsächlich Wasser besser mit seinen Stäben ermitteln kann als jemand, der nur rät. Der Kandidat H.P. behauptet zumindest, dass er zu Hause den Eimer mit Wasser in ca. 80% aller Fälle (also mit der Wahrscheinlichkeit von pK=0.8) richtig vorhersagt. Bestimme mit Hilfe des Applets die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art, dass der Kandidat den Test nicht besteht und die Nullhypothese daher beibehalten wird, obwohl der Kandidat die Fähigkeit in dem behaupteten Umfang tatsächlich hat (bzw. die Nullhypothese H0 nicht zutrifft).

Zur Kontrolle

(a) Fehler 1. Art (falsch positiv):

α=P(X7|p=0.1)0.000099

(b) Fehler 2. Art (falsch negativ):

β=P(X < 7|pK=0.8)0.007

(c) Deute die in (a) und (b) bestimmten Wahrscheinlichkeiten. Ergänze hierzu die folgenden Sätze:

Fehler 1. Art (falsch positiv): Wenn 10000 ratende Kandidaten das Testverfahren durchlaufen, dann müssen die Skeptiker damit rechnen, dass ...

Fehler 2. Art (falsch negativ): Wenn 100 Kandidaten mit 80%iger Fähigkeitstrefferquote das Testverfahren durchlaufen, dann müssen die Skeptiker damit rechnen, dass ...

Aufgabe 4

Wir ändern die Entscheidungsregel des Tests der Skeptiker wie folgt ab:

Version 1: Sie sollen 13-mal Wasser suchen, das in einem von 10 Eimern versteckt ist. Mindestens 6-mal müssen sie richtig liegen, um den Test zu bestehen.

Version 2: Sie sollen 13-mal Wasser suchen, das in einem von 10 Eimern versteckt ist. Mindestens 8-mal müssen sie richtig liegen, um den Test zu bestehen.

(a) Erläutere, was diese Änderungen aus Sicht des Kandidaten bzw. aus Sicht der Skeptiker bedeuten.

(b) Bestimme die Fehlerwahrscheinlichkeiten für die abgeänderten Entscheidungsregeln.

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