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Strukturierung - Erwartungswert

Einstieg - die Überlegungen beim Spiel chuck a luck wiederholen

Beim Spiel chuck a luck haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob auf lange Sicht Münzen gewonnen oder verloren werden. Hierzu haben wir die Zufallsgröße X eingeführt, die den Würfelergebnissen den Gewinn bei einer Spielrunde zuordnet.

Zum Herunterladen: ew_zg_chuckaluck.ggb

Bei der Herleitung einer Formel für den erwarteten mittleren Gewinn pro Spiel bei einer langen Versuchsreihe sind wir von folgender Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße X ausgegangen:

a1123
P(X=a)12521675216152161216

Ausgehend von der Wahrscheinlichkeitsverteilung von X konnten wir den erwarteten mittleren Gewinn pro Spiel (bei N Spielrunden) direkt berechnen:

g=125216P(X=1)(1)+75216P(X=1)1+15216P(X=2)2+1216P(X=3)3=172160.08

Aufgabe 1

Erläutere anhand der Formeln noch einmal das Vorgehen zur Bestimmung des erwarteten mittleren Gewinns pro Spiel.

Erarbeitung - ein weiteres Beispiel betrachten

Wir betrachten jetzt ein Beispiel, bei dem es nicht um Gewinne geht. Die Zufallsgröße X beschreibe die Augendifferenz beim Zufallsexperiment „Werfen von zwei Würfeln“.

Zum Herunterladen: ew_zg_differenz.ggb

Wir beschäftigen uns hier mit folgender Fragestellung:

Leitfrage

Wie wird der Mittelwert zur erwarteten Häufigkeitsverteilung der Zufallsgröße X bei einer wiederholten Durchführung des Zufallsexperiments bestimmt?

Aufgabe 2

Mit dem Applet hast du z. B. folgende Werte für X erhalten:

1,3,3,3,1,2,3,2,5,1

Erkläre anhand dieser Beispielergebnisse, wie der Mittelwert der von X gelieferten Werte berechnet wird. Benutze zum einen absolute Häufigkeiten, zum anderen relative Häufigkeiten.

Aufgabe 3

Zur Herleitung einer Formel für den Mittelwert zur erwarteten Häufigkeitsverteilung der Zufallsgröße X gehen wir von der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße X aus. Diese wurde bereits im Kapitel Zufallsgrößenbestimmt.

k012345
P(X=k)6361036836636436236

(a) Betrachte als Beispiel eine Versuchsreihe mit N=1000 Wiederholungen.
Erstelle mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsverteilung von X eine Prognose für den Mittelwert zur erwarteten Häufigkeitsverteilung der Zufallsgröße X für diese Versuchsreihe.

(b) Entwickle eine Formel für den Mittelwert zur erwarteten Häufigkeitsverteilung der Zufallsgröße X.

g=636P(X=0)0+

(c) Erläutere: Der Mittelwert zur erwarteten Häufigkeitsverteilung der Zufallsgröße X wird erhalten, indem der Mittelwert der Wahrscheinlichkeitsverteilung von X bestimmt wird.

Vertiefung - eine beliebige Zufallsgröße betrachten

Betrachte jetzt eine beliebige Zufallsgröße X zu einem Zufallsexperiment. Der Mittelwert der Wahrscheinlichkeitsverteilung von X wird auch Erwartungswert von X genannt und mit E(X) bezeichnet.

Aufgabe 4

Ergänze die allgemeine Berechnungsformel für den Erwartungswert einer Zufallsgröße.

Der Erwartungswert E(X) ist der Mittelwert der Wahrscheinlichkeitsverteilung von X. Wenn X die Werte x1,,xn annimmt, dann wird er wie folgt bestimmt:

E(X)=

Der Erwartungswert E(X) der Zufallsgröße X liefert eine Prognose für den Mittelwert zur erwarteten Häufigkeitsverteilung der Zufallsgröße X bei einer wiederholten Durchführung des zugehörigen Zufallsexperiments.

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