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Erarbeitung

Zur Orientierung

In diesem Abschnitt nutzen wir die Eigenvektoren für Vorhersagen zur Prozessentwicklung.

Eigenvektoren der Prozessmatrix bestimmen

Die Eigenwerte und Eigenvektoren der Prozessmatrix bestimmen wir mit dem Computeralgebrasystem von GeoGebra.

GeoGebra-Dialog zur Bestimmung der Eigenwerte und Eigenvektoren

Zum Herunterladen: cas-eigenvektoren-population.ggb

Beachte: Die Eigenvektoren sind nur bis auf Vielfache festgelegt. Wir haben sie im GeoGebra-Dialog so festgelegt, dass sie eine vergleichbare Größenordnung haben.

Hier die mit GeoGebra erzielten Ergebnisse:

Prozessmatrix Eigenwerte Eigenvektoren
$P = \begin{pmatrix} 0.9497 & 0.0129 & 0 \\ 0.05 & 0.9748 & 0 \\ 0 & 0.0212 & 0.9529 \end{pmatrix}$ $\lambda_1 = 0.9529$ $\vec{w}_1 = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix}$
$\lambda_2 \approx 0.99058$ $\vec{w}_2 \approx \begin{pmatrix} 0.56086 \\ 1.77729 \\ 1 \end{pmatrix}$
$\lambda_3 \approx 0.93392$ $\vec{w}_3 \approx \begin{pmatrix} 0.7319 \\ -0.89521 \\ 1 \end{pmatrix}$

Aufgabe 1

Kontrolliere (im GeoGebra-Dialog), ob die von GeoGebra gelieferten Eigenvektoren die Eigenwertbedingung erfüllen.

Die Ausgangsverteilung mit Eigenvektoren darstellen

Kann man die Ausgangsverteilung als Linearkombination mit den Eigenvektoren der Prozessmatrx darstellen? Im nächsten GeoGebra-Dialog findest du eine Antwort. Scrolle hierzu ans Ende des Dialogs.

GeoGebra-Dialog zur Darstellung der Ausgangsverteilung

Zum Herunterladen: cas-eigenvektoren-darstellung-verteilung.ggb

Man erhält somit folgende Darstellung der Ausgangsverteilung mit den Eigenvektoren der Prozessmatrix:

$\underbrace{\begin{pmatrix} 15.5 \\ 50.9 \\ 17.0 \end{pmatrix}}_{\vec{v}_0} \approx \underbrace{(-10.80536)}_{r_1} \cdot \underbrace{\begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix}}_{\vec{w}_1} + \underbrace{28.35986}_{r_2} \cdot \underbrace{\begin{pmatrix} 0.56086 \\ 1.77729 \\ 1 \end{pmatrix}}_{\vec{w}_2} + \underbrace{(-0.5545)}_{r_3} \cdot \underbrace{\begin{pmatrix} 0.7319 \\ -0.89521 \\ 1 \end{pmatrix}}_{\vec{w}_3} $

Aufgabe 2

Kontrolliere diese Vektorgleichung für zumindest eine Koordinate.

Die Darstellung mit Eigenvektoren für zur Bestimmung von Altersverteilungen verwenden

Mit der Darstellung der Ausgangsverteilung mit Hilfe von Eigenvektoren der Prozessmatrix lassen sich jetzt direkt Aussagen über die Entwicklung der Alterverteilungen treffen.

Aufgabe 3

Begründe die folgenden Zusammenhänge.

(a)

$\vec{v}_i = P^{i} \cdot \vec{v}_i \approx r_1 \cdot \lambda_1^{i}\cdot \vec{w}_1 + r_2 \cdot \lambda_2^{i} \cdot \vec{w}_2 + r_3 \cdot \lambda_3^{i} \cdot \vec{w}_3$

(b)

$\frac{1}{\lambda_2^{i}} \cdot \vec{v}_i \approx r_1 \cdot \left(\frac{\lambda_1}{\lambda_2}\right)^{i} \cdot \vec{w}_1 + r_2 \cdot \vec{w}_2 + r_3 \left(\frac{\lambda_3}{\lambda_2}\right)^{i} \cdot \vec{w}_3$

(c)

Für $i \rightarrow \infty$ gilt: $\frac{1}{\lambda_2^{i}} \cdot \vec{v}_i \rightarrow r_2 \cdot \vec{w}_2$ bzw. $\vec{v}_i \rightarrow r_2 \cdot \lambda_2^{i} \cdot \vec{w}_2$

(d) Ziehe Schlüsse aus den in Teilaufgabe (c) gemachten Aussagen über die Lengzeitentwicklung der Altersverteilungen.

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