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Erarbeitung

Zur Orientierung

Ziel ist es, das Vorgehen zur Bestimmung von Eigenvektoren anhand eines Beispiels zu entwickeln. Wir betrachten hierzu das folgende Berechnungsproblem.

Geg.:
Matrix A=(1243)

Ges.:
Eigenvektoren der Matrix A

Eigenvektoren berechnen

Ein Vektor v0 ist ein Eigenvektor von A genau dann, wenn es einen reelle Zahl λ gibt mit Av=λv. Die Zahl λ ist dann der zum Eigenvektor v gehörende Eigenwert von A.

Im Fall der vorgegebenen Matrix A muss also folgende Vektorgleichung erfüllt sein:

(1243)A(v1v2)v=λ(v1v2)v

Aufgabe 1

Zeige, dass man die Vektorgleichung in die folgenden Koordinatengleichungen überführen kann.

[1](1λ)v1+2v2=0[2]4v1+(3λ)v2=0

Aufgabe 2

Begründe mit der Voraussetzung v0, dass λ1 und λ3 gelten muss.

Tipp
Gehe indirekt vor: Was wäre, wenn z.B. λ=1 gelten würde?

Aufgabe 3

Das LGS wird mit Hilfe von Äquivalenzumformungen in Stufenform gebracht. Ergänze die fehlenden Teile in der folgenden Übersicht.

vorgegebenes LGS [1](1λ)v1+2v2=0[2]4v1+(3λ)v2=0
Äquivalenzumformung [1][1]4
transformiertes LGS [1][2]
Äquivalenzumformung [2][2](1λ) beachte: (1λ)0
transformiertes LGS [1][2]
Äquivalenzumformung [2]
LGS in Stufenform [1]4(1λ)v1+24v2=0[2][(1λ)(3λ)24]v2=0

Aufgabe 4

Warum muss die Bedingung (1λ)(3λ)24=0 erfüllt sein, damit das LGS Lösungen hat? Begründe diese Bedingung mit Hilfe der Voraussetzung v0.

Tipp
Gehe indirekt vor: Was wäre, wenn (1λ)(3λ)240 gelten würde?

Aufgabe 5

Löse die quadratische Gleichung (1λ)(3λ)24=0 nach der Variablen λ auf.

Zur Kontrolle

Durch Umformen erhält man:

(1λ)(3λ)24=λ24λ5=(λ+1)(λ5)

Also

(1λ)(3λ)24=0 genau dann, wenn λ=1 oder λ=5

Hinweis: Die Lösungen der Gleichung λ24λ5 kann man auch mit der p-q-Formel bestimmen.

Lösungen: λ1=1; λ2=5

Aufgabe 6

Betrachte λ=1. Wenn man diesen Wert für λ in das LGS in Stufenform aus Aufgabe 3 einsetzt, erhält man das LGS:

[1]8v1+8v2=0[2]0=0

Begründe: Das neu entstandene LGS hat unendlich viele Lösungen. Man kann sie in der folgenden Form darstellen:

(v1v2)v=r(11) mit einer reellen Zahl r0

Aufgabe 6

Betrachte λ=5. Wenn man diesen Wert für λ in das LGS in Stufenform aus Aufgabe 3 einsetzt, erhält man das LGS:

[1]16v1+8v2=0[2]0=0

Begründe: Das neu entstandene LGS hat unendlich viele Lösungen. Man kann sie in der folgenden Form darstellen:

(v1v2)v=r(0.51) mit einer reellen Zahl r0

Aufgabe 7

Formuliere das Ergebnis:

Die Matrix A hat Eigenvektoren der Form v= zum Eigenwert λ= sowie Eigenvektoren der Form v= zum Eigenwert λ=.

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