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Vertiefung - Lineare (Un-) Abhängigkeit

Zur Orientierung

Zur Beschreibung der Ergebnisse aus dem letzten Abschnitt verwenden wir das in der Linearen Algebra fundamentale Konzept der linearen (Un-) Abhängigkeit.

Zusammenhänge mit einen neuen Fachkonzept beschreiben

Mit Hilfe des Applets hast du vermutlich Folgendes festgestellt: Eine lineare / affine Abbildung erzeugt aus dem 3D-Einheitswürfel einen 3D-Körper genau dann, wenn die Spaltenvektoren der Abbildungsmatix bzw. die Bilder der Einheitsvektoren OE1, OE2 und OE2 in 3 unterschiedliche Raumrichtungen zeigen.

Zum Herunterladen: affineabbildung3D.ggb

Wir verallgemeinern das Konzept der linearen Unabhängigkeit, um diesen Sachverhalt zu beschreiben.

Für zwei Vektoren (die auch 3-dimensional sein können), gilt diese Definition:

Lineare (Un-) Abhängigkeit

Zwei Vektoren u und v nennt man linear abhängig genau dann, wenn (mindestens) einer der beiden Vektoren ein Vielfaches des anderen ist bzw. wenn es eine reelle Zahl k gibt, sodass u=kv oder v=ku gilt.

Zwei Vektoren u und v nennt man linear unabhängig genau dann, wenn sie nicht linear abhängig sind.

Für drei Vektoren (die auch 2-dimensional sein können), gilt diese Verallgemeinerung:

Lineare (Un-) Abhängigkeit

Drei Vektoren u, v und w nennt man linear abhängig genau dann, wenn (mindestens) einer der Vektoren sich als Linearkombination der beiden anderen Vektoren darstellen lässt bzw. wenn es reelle Zahlen p und q gibt, sodass u=pv+qw oder v=pu+qw oder w=pu+qv gilt.

Drei Vektoren u, v und w nennt man linear unabhängig genau dann, wenn sie nicht linear abhängig sind.

Beispiele

  • u=(100), v=(010), w=(001) sind linear unabhängig, da man keinen Vektor als Linearkombination der beiden anderen darstellen kann. Das sieht man hier direkt.
  • u=(100.5), v=(110), w=(0.501) sind linear unabhängig, da man keinen Vektor als Linearkombination der beiden anderen darstellen kann. Das sieht man hier nicht direkt, das müsste man noch nachweisen.
  • u=(100.5), v=(110), w=(100.5) sind linear abhängig, da z.B. u=0v+1w gilt.
  • u=(100.5), v=(110), w=(201) sind linear abhängig, da z.B. u=0v+2w gilt.
  • u=(100.5), v=(110), w=(010.5) sind linear abhängig, da z.B. w=1u+1v gilt.
  • u=(100.5), v=(000), w=(010.5) sind linear abhängig, da z.B. v=0u+0w gilt.
  • u=(100.5), v=(000), w=(000) sind linear abhängig, da z.B. v=0u+0w gilt.
  • u=(000), v=(000), w=(000) sind linear abhängig, da z.B. v=0u+0w gilt.

Aufgabe 1

Benutze das Fachkonzept der linearen (Un-) Abhängigkeit, um in der folgenden Übersicht die noch ausstehenden Bedingungen zu formulieren.

Bedingung Beispiel Bild des Einheitswürfels
... α:(x1x2x3)x=(110.50100.501)A(x1x2x3)x+(032)v Der 3D-Einheitswürfel wird auf einen 3D-Körper abgebildet.
... α:(x1x2x3)x=(1100110.500.5)A(x1x2x3)x+(032)v Der 3D-Einheitswürfel wird auf eine 2D-Fläche abgebildet.
... α:(x1x2x3)x=(1110000.50.50.5)A(x1x2x3)x+(032)v Der 3D-Einheitswürfel wird auf eine 1D-Strecke abgebildet.
Alle drei Spaltenvektoren der Abbildungsmatrix A sind Nullvektoren. α:(x1x2x3)x=(000000000)A(x1x2x3)x+(032)v Der 3D-Einheitswürfel wird auf einen 0D-Punkt abgebildet.

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