Strukturierung – Stochastische Unabhängigkeit
- die Betrachtungen zu einer Befragung verallgemeinern
- das Konzept der stochastischen Unabhängigkeit einführen
Einstieg - das Problem klären
Im letzten Kapitel haben wir uns u. a. mit Befragungen zu folgenden Abhängigkeiten beschäftigt:
- Schlafprobleme in Abhängigkeit des Geschlechts
- Schlafprobleme bei Frauen bzw. Männern in Abhängigkeit des Alters
- Medikamenteneinnahme von Kindern bei Schlafproblemen in Abhängigkeit des Geschlechts
Die Befragungen zu jeweils zwei Merkmalen lassen sich als Zufallsexperimente deuten:
Zufallsexperiment: Eine (beliebig ausgewählte) Person befragen und dabei die Antworten auf zwei Merkmale beobachten:
- Merkmal 1 erfüllt? (ja / nein)
- Merkmal 2 erfüllt? (ja / nein)
Dabei sind insbesondere folgende Ereignisse interssant:
: Merkmal 1 erfüllt? ja : Merkmal 1 erfüllt? nein : Merkmal 2 erfüllt? ja : Merkmal 2 erfüllt? nein
Die Klärung der Abhängigkeit der Merkmale führt auf folgende Leitfrage:
Leitfrage
Wie hängt die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses
Erarbeitung - eine Bedingung für Unabhängigkeit formulieren
Wir gehen hier von Datenmaterial mit beliebig vorgebbaren Daten aus.
Aufgabe 1
(a) Begründe: In Situation 1 hängt die Wahrscheinlichkeit von Ereignis
(b) Begründe: In Situation 2 hängt die Wahrscheinlichkeit von Ereignis
(c) Betrachte in Situation 2 die Wahrscheinlichkeiten
(d) Gilt in Situation 1 ebenfalls der in Aufgabenteil (c) bestimmte Zusammenhang zwischen den Wahrscheinlichkeiten
Begründe deinen Befund.
Aufgabe 2
(a) Begründe mit Hilfe der Formel
In Situation 2 gilt
(b) Begründe:
Wenn
Deute diesen Zusammenhang.
Vertiefung und Sicherung - eine Definition entwickeln
Für Situationen, in denen ein Ereignis nicht von einem anderen abhängt, führen wir den Begriff der stochastischen Unabhängigkeit ein.
Aufgabe 3
Ergänze in der Definition passende Bedingungen.
Zwei Ereignisse
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