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Dialog zur Konvergenz

Die Abstandsentwicklung beschreiben

Wir betrachten die Folge (an) mit:

an=2+1n (fürt n=1;2;3;...)

Diese Folge hat - wie man direkt vermutet - den Grenzwert g=2.

Mit der dem Applet (s.u.) kann man das Konvergenzverhalten der Folge genauer untersuchen. Vorab einige Hinweise zur Verwendung dem Applet.

  • Die explizite Folgendarstellung an=2+1n ist bereits vorgegeben.
  • Der vermutete Grenzwert g=2 ist (mit dem blauen Punkt auf der y-Achse bereits eingestellt.
  • Mit dem [LR]-Punkt auf der x-Achse kann man sich die Folgenglieder im Bereich a1;...;a100 im Graphen anschauen.
  • In das Eingabefeld zur Steifenbreite - die mit ϵ bezeichnet wird - kann man einen Wert (wie z.B. ϵ=0.5) eintragen. Die Streifenbreite legt die ϵ-Umgebung bzw. den aktuell betrachteten Abstand zum Grenzwert g fest.
  • Mit dem schwarzen Punkt auf der x-Achse kann man die Platznummer n variieren. Das zugehörige Folgenglied wird hervorgehoben. Zusätzlich wird der Abstand vom Folgenglied an zum Grenzwert g angezeigt.
  • Der gelbe Punkt auf der x-Achse dient dazu, eine Mindestplatznummer n0 so einzustellen, dass ab dieser Platznummer alle Folgenglieder in der vorgegebenen ϵ-Umgebung liegen. Ab dieser Platznummer sollen also alle Folgenglieder einen Abstand zum Grenzwert g haben, der kleiner als ϵ ist.

Zum Herunterladen: grenzwertdefinition1.ggb

Aufgabe 1

In der Tabelle ist ein Dialog über die Abstandsentwicklung der betrachteten Folge dargestellt. Verdeutliche die Argumentation anhand dem Applet. Ergänze auch die noch fehlenden Angaben.

Person 1Person 2
Wenn man die Streifenbreite ϵ=0.5 vorgibt, dann sieht man, dass es Folgenglieder gibt (z.B. a1=2), die einen größeren Abstand als ϵ=0.5 zum Grenzwert g=2 haben. Ja, das stimmt. Es müssen auch nicht alle Folgenglieder nahe am Grenzwert liegen. Ab n0=5 liegen aber alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung von g. Der Abstand von a5;a6;a7;... vom Grenzwert g ist kleiner als ϵ=0.5.
Ok. Dann mache ich den Abstand kleiner und stelle die Streifenbreite ϵ=0.2 ein. Klappt das Argument dann auch noch? Ja, klar. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der neuen ϵ-Umgebung. Sie haben alle einen Abstand vom Grenzwert g, der kleiner als ϵ=0.2 ist.
Jetzt mache ich den Abstand noch kleiner und stelle die Streifenbreite ϵ=0.1 ein. Wie sieht es dann mit der Entwicklung der Abstände der Folgenglieder zum Grenzwert aus? Kein Problem. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der neuen ϵ-Umgebung. Sie haben alle einen Abstand vom Grenzwert g, der kleiner als ϵ=0.1 ist.
Und, funktioniert das bei jeder noch so kleinen Streifenbreite ϵ? Ja. Man muss n0 nur geeignet wählen. Für die vorliegende Folge kann man n0=... nehmen. Ab dieser Platznummer haben alle Folgenglieder einen Abstand vom Grenzwert g, der kleiner als ϵ ist.

Aufgabe 2

Betrachte die Folge (an) mit an=11n (fürt n=1;2;3;...). Der vermutete Grenzwert ist g=1.

Ergänze den Dialog in der Tabelle.

Person 1Person 2
Ich gebe die Streifenbreite ϵ=0.5 vor. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.
Ich gebe die Streifenbreite ϵ=0.1 vor. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.
Ich gebe die Streifenbreite ϵ=0.05 vor. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.
Ich gebe eine beliebige Streifenbreite ϵ vor um g. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.

Aufgabe 3 (etwas schwieriger)

Betrachte die Folge (an) mit an=(1)n12n (fürt n=1;2;3;...). Der vermutete Grenzwert ist g=0.

Ergänze den Dialog in der Tabelle.

Person 1Person 2
Ich gebe die Streifenbreite ϵ=0.5 vor. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.
Ich gebe die Streifenbreite ϵ=0.1 vor. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.
Ich gebe die Streifenbreite ϵ=0.05 vor. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.
Ich gebe eine beliebige Streifenbreite ϵ vor. Ab n0=... liegen alle Folgenglieder in der ϵ-Umgebung um g.

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