i

Vertiefung – Verknüpfung von Ereignissen

Ziele des Lernschritts:
  • Mengenoperationen wiederholen bzw. im Crashkurs einführen
  • Mengenoperationen als Formalisierung zur Verknüpfung von Ereignissen kennenlernen und nutzen

Begriffe und Schreibweisen festlegen

Das Verknüpfen von Ereignissen lässt sich mit Mengenoperationen kompakt beschreiben. Die folgenden Mengenoperationen für zwei Mengen X und Y hast du vielleicht schon an anderer Stelle kennengelernt:

Die Vereinigungsmenge XY enthält alle Elemente, die in mindestens einer der Mengen enthalten sind.

Die Schnittmenge XY enthält alle Elemente, die in beiden Mengen enthalten sind.

Aussprache: X vereinigt Y und X geschnitten Y

Beispiel 1: Für X={1,3,5,6} und Y={2,3,6} gilt: XY={1,2,3,5,6}XY={3,6}
Visualisierung einer Vereinigungsmenge als MengendiagrammVisualisierung einer Schnittmenge als Mengendiagramm
Beispiel 2: Für X={1,5} und Y={2,3,4,6} gilt: XY={1,2,3,4,5,6}XY=(die leere Menge)
Visualisierung einer Vereinigungsmenge als MengendiagrammVisualisierung einer Schnittmenge als Mengendiagramm

Diese Operationen lassen sich auch auf Ereignisse als Mengen von Ergebnissen anwenden. Für Ereignisse auf einer Ergebnismenge Ω ist außerdem auch die folgende Definition praktisch:

Zu einem Ereignis XΩ enthält das Gegenereignis XX alle Ergebnisse, die nicht in X enthalten sind.

Die Notation XΩ wird folgendermaßen gelesen: X ist eine Teilmenge von Ω. Das bedeutet: Jedes Element von X ist auch ein Element von Ω (also hier: jedes Element von X ist ein Ergebnis).

Beispiel: Beim Würfelwurf (Ergebnismenge Ω={1,2,3,4,5,6}) ist zum Ereignis X={2,4,6} (gerade Zahlen) das Gegenereignis XX={1,3,5} (ungerade Zahlen). Visualisierung eines Gegenereignisses als Mengendiagramm

Aufgabe 1

Im letzten Schritt hast du bereits verschiedene Verknüpfungen von Ereignissen als Mengen beschrieben. Diese Ereignisse wollen wir jetzt formalisieren:

Beschreibe die folgenden Mengen mithilfe der Ereignisse A, B und C (Haus A/B/C erhält eine Ressource) sowie geeigneter Mengenoperationen.

In WortenErgebnislisteMit MengenoperationenHaus B und Haus C erhalten beide eine Ressource.E1={\placeholder[mengeereignis1]}E1=\placeholder[mengenoperationereignis1]B\placeholder[a]?CHaus B oder Haus C erhält eine Ressource.E2={\placeholder[mengeereignis2]}E2=\placeholder[mengenoperationereignis2]Haus B erhält keine Ressource.E3={\placeholder[mengeereignis3]}E3=\placeholder[mengenoperationereignis3]Haus B erhält eine Ressource, aber nicht Haus A.E4={\placeholder[mengeereignis4]}E4=\placeholder[mengenoperationereignis4]Kein Haus erhält eine Ressource.E5={\placeholder[mengeereignis5]}E5=\placeholder[mengenoperationereignis5]
Anhand verschiedener Lösungen zum Ereignis Kein Haus erhält eine Ressource können vertiefend auch die de-morganschen Gesetze thematisiert werden (in diesem Fall ABCABC=AABBCC).

Aufgabe 2

Wir betrachten abstrakt für eine Ergebnismenge Ω zwei Ereignisse X,YΩ. Beschreibe die folgenden Ereignisse in Worten.

Mit MengenoperationenIn Worten
XY
XY
XX
XYY

Suche

6.1.2.3.1.2
o-mathe.de/stochastik/wahrscheinlichkeit/ereignisse/erkundung-ereignisse/lernstrecke/vertiefung
o-mathe.de/6.1.2.3.1.2

Rückmeldung geben