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Zusammenfassung – e-Funktion und ln-Funktion

Ausgangspunkt – Ableitung von Exponentialfunktionen

Im letzten Kapitel wurde folgender Zusammenhang hergeleitet:

Ableitung einer Exponentialfunktion

Gegeben ist eine Exponentialfunktion f mit f(x)=bx (mit einer positiven reellen Zahl b, die ungleich 1 ist). Für die Ableitung f(x) gilt dann:

f(x)=cbx, wobei c eine reelle Zahl ist mit c=limh0bh1h.

Für die Zahl c gilt c=f(0). D.h., die Zahl c beschreibt die Steigung von Graph f an der Stelle 0.

Das folgende Applet verdeutlicht diesen Zusammenhang.

Zum Herunterladen: efunktion1.ggb

Eine Funktion f mit f(x)=f(x)

Eine Variation der Basis b lässt vermuten, dass es eine Exponentialfunktion f(x)=bx gibt, für die f(x)=f(x) gilt. Im folgenden Applet ist die Basis b entsprechend eingestellt.

Zum Herunterladen: efunktion2.ggb

Den experimentell gefundenen Zusammenhang kann man auch beweisen. Das geht aber über die Darstellung hier hinaus.

Eine besondere Exponentialfunktion

Es gibt eine reelle Zahl e, so dass für die Exponentialfunktion f(x)=ex gilt:

f(x)=ex=f(x)

Die Zahl e ist eine irrationale Zahl mit e=2.718281828459....

Wegen ihrer Bedeutung erhalten die Zahl e und die hierauf basierende Exponentialfunktion eigene Namen.

Die Zahl e und die e-Funktion

Die Zahl e=2.718281828459... heißt Eulersche Zahl. Sie ist eine irrationale Zahl. Benannt ist sie nach dem Mathematiker Leonhard Euler, der einer der bedeutensten Mathematiker im 18. Jahrhundert war.

Die Exponentialfunktion f(x)=ex mit der Basis e wird meist e-Funktion und manchmal auch natürliche Exponentialfunktion genannt. Wir schreiben sie gelegentlich in der Form exp(x)=ex.

Die Umkehrfunktion zur e-Funktion

Die e-Funktion exp ordnet einer reellen Zahl x die Potenz ex zu. Für z.B. x=1.74 erhält man die Zuordnung exp:1.74e1.745.68. In Anwendungen benötigt man oft auch die umgekehrte Zuordnung e1.745.681.74. Im folgenden Applet erhält man diese umgekehrte Zuordnung durch Drücken der entsprechenden Schaltfläche.

Zum Herunterladen: efunktion3a.ggb

Diese umgekehrte Zuordnung bildet die Umkehrfunktion zur e-Funktion.

Zum Herunterladen: efunktion4.ggb

Im Applet ist der Graph dieser Umkehrfunktion (gelb eingefärbt) zusätzlich zur e-Funktion dargestellt. Auch diese Funktion wird häufig benötigt und erhält daher einen eigenen Namen.

ln-Funktion

Die Umkehrfunktion zur e-Funktion exp:xex ist die ln-Funktion ln:yx, die jeder positiven reellen Zahl y die Zahl x zuordnet mit ex=y.

Die ln-Funktion ist die Logarithmusfunktion loge zur Basis e. Sie wird auch natürliche Logarithmusfunktion genannt.

Beachte, dass man den Graph der ln-Funktion aus dem Graph der e-Funktion durch eine Spiegelung an der 1. Winkelhalbierenden erhält.

Die Tatsache, dass die e-Funktion und die ln-Funktion sich invers zueinander verhalten, spiegelt sich in folgenden Gleichungen wider.

Inverses Verhalten von e-Funktion und ln-Funktion

Für alle reellen Zahlen x gilt:

ln(ex)=x.

Für alle positiven reellen Zahlen y gilt:

eln(y)=y.

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