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Zusammenfassung – Exponentielle Prozesse

Grundeigenschaft exponentieller Prozesse

Exponentieller Prozess

Eine Zuordnung, die jedem x-Wert (aus einer Ausgangsmenge) einen Bestandswert zuordnet, beschreibt einen exponentiellen Prozess genau dann, wenn sie folgende Grundeigenschaft hat: Zur gleichen Schrittweite gehört immer der gleiche Wachstumsfaktor.

Ist der Wachstumsfaktor größer als 1, so liegt exponentielles Wachstum vor.

Liegt der Wachstumsfaktor zwischen 0 und 1, so liegt exponentieller Zerfall vor.

Beispiel: Exponentielles Wachstum beim Papierfalten

Grundeigenschaft exponentieller Prozesse – Papierfalten[1]

Beispiel: Exponentieller Zerfall von Caesium-137

Grundeigenschaft exponentieller Prozesse – Radioaktiver Zerfall[2]

Ein prozentualer Wachstumsprozess mit der prozentualen Wachstumsrate von z.B. 5% (pro Schrittweite) ist ein exponentieller Wachstumsprozess mit dem Wachstumsfaktor 1+0.05=1.05 (zur Schrittweite). Allgemein gilt: Ein prozentualer Wachstumsprozess mit der prozentualen Wachstumsrate von p% (pro Schrittweite) ist ein exponentieller Wachstumsprozess mit dem Wachstumsfaktor 1+p100 (zur Schrittweite).

Ein prozentualer Abnahmeprozess mit der prozentualen Abnahmerate von z.B. 5% (pro Schrittweite) ist ein exponentieller Zerfallsprozess mit dem Wachstumsfaktor 10.05=0.95 (zur Schrittweite). Allgemein gilt: Ein prozentualer Abnahmeprozess mit der prozentualen Abnahmerate von p% (pro Schrittweite) ist ein exponentieller Zerfallsprozess mit dem Wachstumsfaktor 1p100 (zur Schrittweite).

Beschreibung exponentieller Prozesse mit Exponentialfunktionen

Betrachte als Beispiel einen exponentiellen Prozess mit folgenden Parametern:

  • Der Anfangsbestand beträgt 0.5.
  • Zur Schrittweite 1 gehört immer der Wachstumsfaktor 1.2.

Zum Herunterladen: exponentielleprozesse1a.ggb

Das Applet zeigt, dass dieser Prozess mit der Funktionsgleichung f(x)=0.51.2x beschrieben werden kann. Diese Funktion ist eine Exponentialfunktion.

Exponentieller Prozess

Eine Exponentialfunktion ist eine Funktion f mit f(x)=abx mit der Menge aller reellen Zahlen als Definitionsmenge. Der Anfangswert a ist dabei eine beliebige reelle Zahl. Die Basis b ist eine beliebige positive reelle Zahl ungleich 1.

Das Applet verdeutlicht die möglichen Graphen von Exponentialfunktionen.

Zum Herunterladen: exponentialfunktionen.ggb

Quellen

  • [1]: Grundeigenschaft exponentieller Prozesse – Papierfalten - Urheber: KB - Lizenz: inf-schule.de
  • [2]: Grundeigenschaft exponentieller Prozesse – Radioaktiver Zerfall - Urheber: KB - Lizenz: inf-schule.de

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