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Vertiefung

Zur Orientierung

Hier geht es weiter darum, das Umkehren von geometrischen Abbildungen algebraisch durchzuführen.

Eine Abbildung umkehren

Im letzten Abschnitt hast du die Umkehrabbildung zu der folgenden linearen Abbildung bestimmt:

α:(x1x2)=(1221)(x1x2)

Die Umkehrabbildung α1 ist wieder eine lineare Abbildung mit folgender Vektorgleichung:

α1:(x1x2)=(0.20.40.40.2)(x1x2)

Wir variieren die bisher betrachtete lineare Abbildung und fügen einen Verschiebevektor hinzu:

α:(x1x2)=(1221)(x1x2)+(84)

Ziel ist es, auch für diese Abbildung die Umkehrabbildung zu ermitteln.

Mache dich zunächst mit der neuen Abbildung vertraut. Stelle mit den Schiebereglern die Abbildungsmatrix passend zur Abbildung ein. Drücke dann die Schaltfläche [Abbilden]. Die eingestellte Abbildung wird dann dynamisch durchgeführt.

Zum Herunterladen: affineabbildungen_dynamisch_2.ggb

Die Abbildung soll jetzt wieder rückgängig gemacht werden. Hierzu musst du die passenden Einstellungen für die Umkehrabbildung α1 finden. Probieren hilft in der Regel nicht weiter.

Im vorliegenden Fall ist es günstig, die Abbildung α in zwei Teilabbildungen α1 und α2 aufzuteilen:

α1:(x1x2)=(1221)(x1x2)

α2:(x1x2)=(x1x2)+(84)

Diese Aufteilung ist günstig, weil man die Umkehrabbildung α11 bereits kennt und die Umkehrabbildung α21 direkt angeben kann:

α11:(x1x2)=(0.20.40.40.2)(x1x2)

α21:(x1x2)=(x1x2)(84)

Dieses Wissen wird in den folgenden Aufgaben verwendet.

Aufgabe 1

(a) Was leisten die Teilabbildungen α1 und α2? Verdeutliche das anhand eines Zuordnungsbeispiels. Du kannst das Zusammenspiel der beiden Teilabbildungen auch im Applet testen. Führe hierzu zunächst α1 und dann α2 aus.

α:(80)α1()α2()

Zur Kontrolle
α:(80)α1(816)α2(012)

(b) Warum gilt α=α2α1? Begründe kurz.

Zur Kontrolle

Die Teilabbildung α1 führt zunächst die Matrixmultiplikation durch, die Teilabbildung α2 addiert anschließend den Verschiebevektor.

α:(x1x2)α1(1221)(x1x2)α2(1221)(x1x2)+(84)

Aufgabe 2

(a) Die Abbildung α soll umgekehrt werden. Ergänze die Vektoren im Zuordnungsbeispiel.

α1:(012)α21()α11()

Zur Kontrolle
α1:(012)α21(816)α11(80)

(b) Verallgemeinere das Zuordnungsbeispiel. Verwende die Vektorgleichungen der beiden Teilabbildungen.

α1:(x1x2)α21()α11()

Zur Kontrolle
α1:(x1x2)α21(x1x2)(84)α11(0.20.40.40.2)[(x1x2)(84)]

(c) Zeige mit einer Umformung, dass man α1 algebraisch so beschreiben kann:

α1:(x1x2)=(0.20.40.40.2)(x1x2)+(3.22.4)

Zur Kontrolle
α1:(x1x2)=(0.20.40.40.2)[(x1x2)(84)]=(0.20.40.40.2)(x1x2)(0.20.40.40.2)(84)=(0.20.40.40.2)(x1x2)(3.22.4)=(0.20.40.40.2)(x1x2)+(3.22.4)

(d) Überprüfe das Ergebnis im Applet oben. Führe hierzu die beiden Abbildungen α und α1 nacheinander durch.

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